Nach der Shoah Buch von Barbara Serloth
Die Zweite Republik konstituierte sich in ihrem Selbstverständnis als Gegenthese zum Nationalsozialismus. Gleichzeitig war sie Tätergesellschaft mit all den damit verbundenen Narrativen und Abwehrhaltungen. Im Zentrum des Buches steht die Frage, wie sich der, trotz aller gegenteiliger Beteuerungen, tief verwurzelte Antisemitismus in der »beobachteten Demokratie« der Nachkriegsjahre auf die Restitutions- und Gleichberechtigungsforderungen der österreichischen Juden und Jüdinnen ausgewirkt...
Israel hat in diesem Jahr, genauso wie Österreich, ein Gedenkjahr. Es feiert seine Gründung vor 70 Jahren. Es ist gleichzeitig eine Erfolgsgeschichte und eine Geschichte des auf das Staatswesen umgelegten Antisemitismus. Israel ist ein Staat wie jeder andere auch – und ist es gleichzeitig doch nicht. Noch immer wird das selbstverständliche Existenzrecht massiv und international missachtet oder negiert. Israel, der Jude unter den Staaten, wird noch immer nicht als Gleicher unter Gleichen...
Mit dem Gedenken an die Opfer des Holocaust muss das aktive Eintreten gegen den aktuellen Antisemitismus verbunden sein.
Jedem politisch Interessierten, aber auch politischen Funktionär in Österreich kann diese ausgezeichnete Studie, verfasst von einer Mitarbeiterin des österreichischen Parlaments, nur empfohlen werden, auch um ein etwas selbstkritischeres Bewusstsein für den Einfluss des Antisemitismus auf die Konstruktion der 2. Republik zu erhalten.
Rosa Jochmann, eine einfache Hilfsarbeiterin, wurde zu einer der wichtigsten Mahnerinnen gegen Faschismus und Nationalsozialismus. Ihr Leben stand für den Kampf für die Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung.
Bertha Pappenheim war eine Pionierin der jüdischen Frauenbewegung und der Sozialarbeit. Neben den Frauenrechten und der "Hilfe zur Selbsthilfe" durch Erziehung zeichnete sie auch ihr Kampf gegen Mädchenhandel und Prostitution aus. Sie wandte als eine der Ersten eine Art Feldforschung an und begriff Prostitution als soziales Problem.
Auszug meiner Beiträge in Zeitschriften
„Käthe Leichter: Eine unorthodoxe Sozialdemokratin im austromarxistischen Umfeld“, in: Doris Ingrisch / Ilse Korotin/ Charlotte Zwiauer (Hg.): Die Revolutionierung des Alltags. Zur intellektuellen Kultur von Frauen im Wien der Zwischenkriegszeit, Frankfurt/Main-Wien 2004, S. 205-224. „Leichter, Käthe“ in: Brigitta Keintzel / Ilse Korotin (Hg.): Wissenschafterinnen in und aus Oesterreich. Leben - Werk - Wirken. Böhlau, Wien-Köln 2002. S. 458-460. „Lerner, Gerda“ in: Brigitta...
Meine Bücher...
Käthe Leichter war eine der ersten führenden Sozialdemokratinnen. Sie war eine brillante Analytikerin, scharfsinnige Politikerin, die gegen die soziale Ungleichheit auftrat. Als Frau, Sozialdemokratin und Jüdin hatte sie mit einer Reihe von Vorurteilen - von den unterschiedlichen Seiten - zu kämpfen. Im Austrofaschismus wurde verfolgt. Im Februar 1942 wurde Käthe Leichter aus dem KZ Ravensbrück abtransportiert vergast. Es war eine sogenannte Versuchsvergasung.

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